Mit Abstand betrachtet, sehen die Dinge ja bekanntlich oft anders aus. Mit weitem Abstand betrachtet ganz besonders. Aus der Vogelperspektive und aus unterschiedlichen Positionen und Flughöhen hat Stefan Kuhn Eisoberflächen von zugefrorenen Seen aufgenommen. Herauskommen sind dabei Landschaften, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion changieren.

Im März liegen die Temperaturen in Süddeutschland tagsüber vereinzelt schon über dem Gefrierpunkt. Dadurch lösen sich die Eisoberflächen zunehmend in Linien und Muster auf und eine Entmaterialisierung findet statt. Die Natur abstrahiert sich dabei selbst und gibt sich in den Tausend Schattierungen und Reflexionen auf der Wasseroberfläche, in den Brüchen, den Rissen und Schichtungen der Eisdecken auf den Seen doch zu erkennen. 

Es ist dabei vor allem die Natur selbst, die sich für den Betrachter als solche sichtbar oder eben unsichtbar macht. So entstehen fotografische Sequenzen, die dem Betrachter Einblick in weithin unbekannte, manchmal zunächst irritierend ungewohnte, immer aber spannende Sichtwelten gewähren.

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